Minister Gröhe zieht Bilanz aus fruchtbarem Dialog und lädt ein zur weiteren Vernetzung

Eine Teilnehmerin des Praxisgipfels richtet eine Frage an Minister Gröhe

Am 19. Juni 2017 fand in Berlin der Abschluss im Dialogprozess „Pflege stärken“ statt: Aus allen zehn beteiligten Metropolregionen Deutschlands kamen über 100 Teilnehmende zusammen, um im Gespräch mit dem Minister gemeinsam die Ergebnisse der Regionaldialoge „Pflege stärken“ zu erörtern, von guter Umsetzungspraxis zu berichten und sich über die weitere Umsetzung in der Praxis auszutauschen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe dankte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Bereitschaft zur Mitarbeit und rief dazu auf, gemeinsam nach vorne zu blicken: „Seit fast sechs Monaten gilt der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff. Der Übergang hat sehr gut geklappt. Dass das möglich war, ist auch dem großen Einsatz der vielen Beteiligten vor Ort zu verdanken. Alle haben sich eingebracht und weder Zeit noch Mühe gescheut, damit insbesondere die Betroffenen und ihre Angehörigen einen guten und reibungslosen Übergang erleben können. Und wir brauchen auch in der Zukunft die Erfahrung und die Zusammenarbeit aller Beteiligten, um die Umsetzung der Pflegestärkungsgesetze auch weiterhin erfolgreich zu gestalten – denn Pflege ist eine Mannschaftsleistung, bei der es auf jede und jeden ankommt! Ich möchte Sie ausdrücklich ermutigen, diese Dialoge vor Ort weiterzuführen.“ Dass die Fortsetzung im Sinne aller Anwesenden ist, wurde durch zahlreiche Teilnehmende rückgemeldet, oft verbunden mit der Anerkennung, dass das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) im Gesetzgebungsverfahren zu den Pflegestärkungsgesetzen diesen Weg der Beteiligung gegangen ist.

Im Podiumsgespräch mit Praktikerinnen und Praktikern sowie einer pflegenden Angehörigen diskutierte der Minister die konkrete Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes. Vieles gelingt bereits, es bestehen aber auch weiterhin Herausforderungen im Pflegealltag wie z. B. der hohe Bedarf an qualifizierten Fachkräften über die vielfältigen, aber bislang nicht überall angebotenen neuen Leistungen bis hin zur notwendigen Unterstützung des Ehrenamtes.

Alle Beteiligten, auch die Vertreterinnen und Vertreter des Begleitkreises des Prozesses, würdigten das Engagement und die Verbindlichkeit, mit der das BMG den Dialog geführt hat und wünschten sich solch eine Beteiligung auch für andere Gesetzgebungsvorhaben.

Zukunftsgerichtet diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie eine reibungslose Kooperation zwischen den verschiedenen Pflegeakteuren an den „Knotenpunkten der Pflege“ („Prävention vor Pflegebedürftigkeit und Reha in der Pflege“, „Einstieg in die Pflegebedürftigkeit“, „Entlassmanagement bei Krankenhausaufenthalten“, „Erst-/Neubegutachtung“, „Organisation der täglichen Pflege und Betreuung“, „Krisensituationen und Notfälle“ und „Sterbebegleitung“) gelingen kann. Die Ergebnisse der Diskussionen stehen im geschützten Bereich dieser Website zum Download bereit.
 

Das unten dargestellte Graphic Recording können Sie hier in hoher Auflösung abrufen.