Dritte Dialogrunde: Vernetzung der Akteure ist entscheidend

Teilnehmende des Regionaldialogs in München diskutieren

Die dritte Runde der Regionaldialoge fand im Mai 2017 wiederum in den zehn Metropolregionen statt. In dieser Dialogrunde haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Rückblick gehalten: War die erfolgte Umstellung auf den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff zum 1. Januar 2017 und die damit verbundenen neuen Rahmenbedingungen gut gelungen? Darüber hinaus gab es wieder die Möglichkeit, den Austausch zwischen allen Beteiligten weiter zu vertiefen. An mehreren Thementischen wurde über die praktische Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs vor Ort diskutiert und beleuchtet, wie gute Ansätze zur kooperativen Umsetzung der Pflege aussehen könnten.

Zum Zeitpunkt der dritten Dialogrunde war der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff fast fünf Monate in Kraft. Der Übergang ist erfreulich gut und weitgehend reibungslos verlaufen. Dass dies möglich war, ist auch dem großen Einsatz der vielen Beteiligten vor Ort zu verdanken. Auch zukünftig wird es auf die Erfahrung und die Zusammenarbeit aller Beteiligten ankommen, um die Umsetzung der Pflegestärkungsgesetze erfolgreich zu gestalten – denn Pflege ist eine Mannschaftsleistung bei der es auf jede und jeden ankommt.

Dass die Vernetzung der Beteiligten in der Pflege wichtig, notwendig, ja erfolgsentscheidend ist, war in den Dialogrunden die übereinstimmende Einschätzung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zusammenarbeit im Interesse der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen gelingt dort besonders gut, wo sich Pflegeeinrichtungen und -dienste, der Medizinische Dienst der Krankenversicherung, die Pflegekassen und die Kommunen gemeinsam als Lernende erleben und ein „gemeinsames Lernen auf Augenhöhe“ praktiziert wird.

Auch diese Dialogrunde wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchweg sehr geschätzt: Der direkte Austausch untereinander und die gute Aufbereitung der Ergebnisse der Runden sind eine gute Grundlage für die Arbeit vor Ort – so die Einschätzung etlicher Beteiligter. Für zukünftige Gesetzgebungsprozesse empfehlen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Fortführung solcher Dialoge mit der Praxis. Diese Dialoge sollen in den nächsten Monaten vor Ort, in den Kommunen weitergeführt werden. Das BMG unterstützt dieses Vorhaben und lädt dazu ein, das Angebot zu nutzen. Der abschließende Bericht zur dritten Dialogrunde wird in Kürze vorliegen.