Die AG Quartier 2020 der Stadt Heilbronn trifft sich zur Auftaktveranstaltung

Bundes- und Landesebene gestalten die Rahmenbedingungen, aber die Pflege findet vor Ort statt: in der Kommune, im Landkreis. Im Anschluss an den Regionaldialog „Pflege stärken“ fördert das Bundesministerium für Gesundheit deshalb bis zum Frühjahr 2018 eine Reihe von Pflegetischen zur Stärkung der regionalen Vernetzung im Pflegebereich.

Die Stadt Heilbronn nutzte diese Förderung, um zu einer ersten Sitzung der AG Quartier 2020 – Pflege im Quartier Südbahnhof einzuladen.

Über 20 Akteure folgten am 28. Februar 2018 der Einladung zu dieser Auftaktveranstaltung, um unter dem besonderen Aspekt „Älter werden im Quartier“ die bestehenden Angebote und Bedarfe miteinander zu diskutieren und zu bewerten. Die Veranstaltung wurde von Silke Eschenbeck und Sibylle Steinmetz (beide IFOK GmbH) moderiert.

Roswitha Keicher, Leiterin der Stabstelle Partizipation und Integration, Stadt Heilbronn, freute sich über die zahlreiche Teilnahme von Akteuren, die der fachliche oder persönliche Bezug zum Quartier einte. Sie erläuterte das Vorhaben der Quartiersentwicklung Südbahnhof und stellte einen Kontext zu vergleichbaren Projekten in Heilbronn her.

Um bei der Quartiersentwicklung für eine bessere Versorgung älterer Menschen möglichst frühzeitig alle Beteiligten einzubinden und miteinander zu vernetzen, wünscht sie sich Unterstützung. Der generationenübergreifenden Kommunikation und Vernetzung kommt hierbei grundsätzlich ein besonderer Stellenwert zu. Die Teilnehmenden weiteten den Fokus ausgehend von „Pflegeversorgung/Gesundheit“ auf „Versorgung allgemein“ und wiesen in diesem Zusammenhang auf deckungsgleiche Bedarfe unterschiedlicher Generationen hin, z. B. der Wunsch nach barrierefreien Verkehrswegen sowohl bei älteren Menschen, Rollstuhlnutzenden wie auch bei Kindern bzw. Eltern mit Kinderwagen.

Für die Quartiersentwicklung Südbahnhof ist eine Haushaltsbefragung geplant, um die Bedarfe und Anforderungen der älteren Bevölkerung zu ermitteln. Mehrere Teilnehmende der Auftaktveranstaltung erklärten sich bereit, bei der Erarbeitung des Fragebogens mitzuarbeiten und bei der weiteren Umsetzung der Befragung im Bedarfsfall zu unterstützen. Wichtige thematische Schwerpunkte (Gesundheit, Einkaufen, Soziale Kontakte, Barrierearmut, Mobilität, Kommunikation, Finanzielles, Ehrenamt) sollen im Fragebogen besonders berücksichtigt und individuell abgefragt werden.

Der Fragebogen soll bis Mai erstellt werden, die Befragung im Frühsommer erfolgen und die Auswertung möglichst bis Herbst 2018 abgeschlossen werden.

Zu einer weiteren Sitzung der AG Quartier wird eingeladen, wenn die Ergebnisse der Befragung vorliegen, um diese dann in die weitere Arbeit aufzunehmen und die Entwicklung und Vernetzung für das Quartier voranzutreiben.