Konstituierende Sitzung des Pflegetisches Hannover am 1. März 2018

Bundes- und Landesebene gestalten die Rahmenbedingungen, aber die Pflege findet vor Ort statt: in der Kommune, im Landkreis. Im Anschluss an den Regionaldialog „Pflege stärken“ fördert das Bundesministerium für Gesundheit deshalb bis zum Frühjahr 2018 eine Reihe von Pflegetischen zur Stärkung der regionalen Vernetzung im Pflegebereich.

So lud die Stadt Hannover am zur konstituierenden Sitzung am 1. März 2018 ein. 35 Akteure aus dem breiten Umfeld der Pflege nahmen an dem von Cordula Nowotny und Elisabeth Kamrad von der IFOK GmbH moderierten Treffen im Blauen Saal des Hannover Congress Centrums teil.

Dagmar Vogt-Janssen, Bereichsleiterin Kommunaler Seniorenservice Hannover, Fachbereich Senioren, begrüßte die Teilnehmenden und stellte die Idee des Pflegetischs vor. Ziel sei es „Aktionen im Bereich der Pflege im Dialog mit allen Akteuren in Gang zu bringen“, so Vogt-Janssen. „Den Austausch brauchen wir dringend, denn die Herausforderungen in der Pflege schaffen wir nur gemeinsam im Schulterschluss mit allen“. Alle Teilnehmenden seien eingeladen, Strukturen zu hinterfragen, weitere auszubauen und neue Strukturen zu entwickeln. Darüber hinaus sollen weitere Akteursgruppen eingeladen werden

In der Vorstellungsrunde äußerten die Teilnehmenden den Wunsch nach einem stärkeren Austausch z.B. von Fachwissen und einer besseren Zusammenarbeit mit Behörden und der Region Hannover. Des Weiteren wünschen sich die Akteure die Entwicklung von gemeinsamen Lösungsansätzen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Die Teilnehmenden wurden daraufhin gebeten, die aktuelle Pflegeversorgung und die Zusammenarbeit und Vernetzung in Hannover einzuschätzen. In der nachfolgenden Diskussion der Momentaufnahme wurden Versorgungslücken u.a. in den Bereichen der hauswirtschaftlichen Versorgung und bei der Betreuung der Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf deutlich. Die Zusammenarbeit sollte noch weiter ausgebaut werden, z.B. auch mit den Pflegekassen.

Die Teilnehmenden erarbeiteten daraufhin an der Ausgestaltung des Pflegenetzwerks und bildeten Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen wie Entbürokratisierung, Gesetzliche Regelungen und Heimgesetz, Innovative Angebote im Quartier, Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland, Image der Pflege und die Vernetzung mit dem runden Tisch „Ausbildung Pflege“. Der Pflegetisch Hannover soll ein- bis zweimal pro Jahr tagen und durch unterjährigen Arbeitsgruppen ergänzt werden, die bis zum nächsten Treffen im Herbst 2018 Schwerpunkthemen bearbeiten. Alle Teilnehmenden und Interessierten sind eingeladen, weiter mitzuwirken und „den Schwung in die konkreten Themen mitzunehmen“, so Dagmar Vogt-Janssen.