Erster Bezirklicher Pflegetisch Charlottenburg-Wilmersdorf

Bundes- und Landesebene gestalten die Rahmenbedingungen, aber die Pflege findet vor Ort statt: in der Kommune, im Landkreis. Im Anschluss an den Regionaldialog „Pflege stärken“ fördert das Bundesministerium für Gesundheit deshalb bis zum Frühjahr 2018 eine Reihe von Pflegetischen zur Stärkung der regionalen Vernetzung im Pflegebereich.

Der Gerontopsychiatrisch-Geriatrische Verbund Charlottenburg-Wilmersdorf e.V. (GPV) in Berlin griff mit Unterstützung des Bezirksstadtrates Carsten Engelmann diese Möglichkeit auf und lud für den 13. Dezember 2017 zum ersten bezirklichen Pflegetisch Charlottenburg-Wilmersdorf ein. Über 20 Akteure aus dem breiten Umfeld der Pflege nahmen an dem von Cordula Nowotny (IFOK GmbH) moderierten ersten Treffen teil.

Markus Rohner, Geschäftsführer des GVP und Mortimer Graf zu Eulenburg vom GPV begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und verweisen auf das Ziel des 80plus-Papiers der Berliner Senatsverwaltung, Vernetzung zu fördern. Beide sehen den Pflegetisch als optimale Ergänzung zu den bereits bestehenden Verbünden im Bezirk, der zum Ansprechpartner für das Bezirksamt werden kann. Der Pflegetisch soll ein Treffpunkt für alle Engagierten sein, unabhängig von einer Mitgliedschaft in einem Verbund.

Die Teilnehmenden begrüßen die Möglichkeit, sich in dem Rahmen gegenseitig Kennenzulernen und erwarten u.a. eine Verbesserung in der Beratung, da die Angebote der jeweils anderen bekannter werden. Schnell ist klar, dass der Pflegetisch kein „Closed Shop“ sein soll, sondern eine Brücke zu Politik und anderen relevanten Berufsgruppen schlagen soll. Neben der Funktion als „Sprachrohr der Pflege nach außen“, kann der Pflegetisch auch innerhalb der Pflegeberufe Verbesserungen schaffen.

Angedacht ist die Erstellung einer Netzwerkliste mit allen Akteuren und ihren Angeboten. Mit attraktiven, lokalen Aktionen soll das Image des Pflegeberufs verbessert und neues Personal gewonnen werden. Das Kennenlernen von Best-Practice-Beispielen fördern das Lernen voneinander und hilft, kreative Lösungen zu finden.

Neben aktuelle Themen wie der Personalgewinnung und der Entwicklung neuer Ideen zur Entlastung von Personal, sammeln die Teilnehmenden weitere wichtige Themen wie den verbesserten Zugang von kleineren Dienstleistern zur Pflege, den Status von Vermietern von Demenz-WGs oder die zu verbessernde Kommunikation zwischen Bedarfsfeststellung und Pflegediensten.